Die Prozessindustrie steht vor einer weiteren digitalen Revolution

Die Prozessindustrie steht vor einer weiteren digitalen Revolution

 

Produzierende Unternehmen aus Pharma, Chemie, Petrochemie, Zement- aber auch Lebensmittelherstellung haben gut 90% ihrer Prozesse automatisiert. Doch gerade diese Branchen haben noch ein weiteres Potential zum Ausschöpfen bei dem Thema Digitalisierung.

Die Prozessindustrie hat die letzten 30 Jahre einen extremen Wandel erlebt. Die Anlagen werden heute mit nur 10% der Menschen betrieben als noch in den 90er Jahren. Das lässt auf den ersten Blick vermuten, dass diese Branchen weniger von der Digitalisierung betroffen sind. Denn eine voll automatisierte Anlage birgt heutzutage nur wenig Effizienzsteigerungspotential. Ein chemischer Prozess braucht nun mal die Energie, die er braucht.

Das Potential der Digitalisierung liegt in diesen Branchen weniger in der Produktion als in Forschung & Entwicklung. Ein paar Unternehmen haben dies schon vor einiger Zeit erkannt. Besonders dem Einsatz von künstlicher Intelligenz wird viel Bedeutung in Zukunft zugeschrieben. Seit 2015 kann man Rezepte „nachkochen“ die von IBMs künstlicher Intelligenz Watson „erfunden“ wurden. Möglich ist das durch das lernen des Systems durch die Eingabe von Millionen von Kochrezepten.

Allgemein gilt für solche Algorithmen: je mehr Daten umso besser die Ergebnisse. Die Sammlung von Daten nimmt weiterhin exponentiell zu und damit auch die damit verbundenen Geschäftschancen.

Große Pharmaunternehmen wie Sanofi, Pfizer oder Johnson & Johnson investieren vermehrt in Unternehmen und Projekte mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Sanofi forscht mit dem KI-Unternehmen Exscientia an neuen molekularen Verbindungen. Durch KI sei man um 25% schneller und um 25% billiger, Tendenz steigend.

Pfizer untersucht mit IBM Watson neue Wirkstoff-Kombinationen im Bereich der Immuno-Onkologie.

Johnson & Johnson und BenevolentAI untersuchen, ob Medikamente die nach erfolgreicher Phase 1 der klinischen Studie keine Wirkung zeigen, für andere Krankheitsbilder eingesetzt werden können. Falls ja, spart sich das Unternehmen viel Zeit und Geld da unmittelbar in die Phase 2 der Studien eingestiegen werden kann.

Allgemein lässt sich zusammenfassen, dass KI in der Entwicklung von komplexen Rezepturen schon heute gewinnbringend einsetzbar ist. Seien es Medikamente, Additive oder Rezepturen, die Prinzipien lassen sich überall anwenden.

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